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Skulpturen

Mahnmal für Anne Frank

Duisburg

Künstler >

Heinz Mack

Entstehungsjahr >

1980-1986

Material >

Granitblock

Maße >

257 cm hoch, 115 cm breit und 80 cm tief

PROJEKTBESCHREIBUNG

Heinz Mack (*1931) : Mahnmal für Anne Frank, 1980-86, schwarzer Granit, Schotterfeld aus Granitbruchstücken, 257 x 115 x 80 cm, Rabbiner-Neumarktstraße, Duisburg.

Der 2,57 Meter hohe, gestufte, tiefschwarze Granitblock erhebt sich inmitten eines Schotterfeldes, das aus Granitbruchstücken besteht, die bei der Bearbeitung des Steines zurückblieben. Heinz Mack widmete diese Skulptur Anne Frank, die im Februar 1945 im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb. Durch die Veröffentlichung der Tagebücher Anne Franks unter dem Titel „Het Achterhuis. Dagboekbrieven van 14 juni 1942 tot 1 augustus 1944“, die ihr Vater Otto Heinrich Frank im Jahr 1947 veranlasste, wurde das Schicksal des jungen Mädchens und ihrer Familie, die sich vor der Deportation und der Ermordung durch die Nationalsozialisten über zwei Jahre lang in der Prinsengracht 263 in Amsterdam versteckten, der Öffentlichkeit vor Augen geführt.

Heinz Mack schuf, ohne einen speziellen Auftrag zu haben, von 1980 bis 1986 verschiedene Entwürfe der Skulptur, die dann 1988 an ihrem heutigen Standort gegenüber der Brandmauer der ehemaligen Synagoge am Rabbiner-Neumarkt-Weg in Duisburg aufgestellt wurde. Mack entschied sich bewusst für den tiefschwarzen Granit, den er an einigen Stellen stark polierte und dadurch „eine fast gläserne, undurchdringliche Tiefe“ (Kat. Heinz Mack. Ars Urbana. Kunst für die Stadt 1952-2008. Goch 2007, S.344f.) der Oberfläche erreichte, so dass sich der Betrachter und die Umgebung in der Skulptur gebrochen spiegeln. Im Kontrast zu dieser stark bearbeiteten Oberflächenbehandlung stehen die unbehandelten Stellen und Brüche wie der obere Rand der Skulptur, in der Risse und die bildhauerische Arbeit am Stein ablesbar sind und als Verletzungen des Materials wahrgenommen werden.

Durch das Schotterfeld, das als nicht betretbarer Bereich wahrgenommen wird, wird kann die Skulptur nur aus einer distanzierten Position betrachtet werden. In das Schotterfeld ist aus poliertem Granit der Name Anne Franks eingelassen. Der Betrachter, der aus einer durch das Schotterfeld definierten Distanz die Skulptur wahrnimmt, wird mit seinem eigenen Spiegelbild konfrontiert, dass sich in der polierten Oberfläche widerspiegelt.

2005 wurde das Mahnmal durch Steinwürfe oder Hammerschläge beschädigt und im Jahr 2008 durch einen Säureanschlag nochmals schwer beschädigt.

Autorin: Katharina Kemper

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, Bonn 2015, Fotograf: Andreas Ren, Atelier Heinz Mack

BESITZ

Im Besitz der Stadt Duisburg.

ZUSTAND

2005 wurde das Mahnmal durch Steinwürfe oder Hammerschläge beschädigt und im Jahr 2008 durch einen Säureanschlag nochmals schwer beschädigt.

LITERATUR

Kat. Heinz Mack. Ars Urbana. Kunst für die Stadt 1952-2008. Goch 2007, S.344f.