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Skulpturen

Figur B-1

Dortmund

Entstehungsjahr >

1966

Material >

Eternitrohre, schwarz gestrichen

Maße >

190 x 90 x 70 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Friedrich Gräsel (1927-2013): Figur B-1, 1966, Eternitrohre, schwarz gestrichen, 190 x 90 x 70 cm, Ostwall/Olpe, Dortmund.

Gegenüber dem ehemaligen Standort des 'Museum am Ostwall', welches sich nun im Dortmunder U, dem Zentrum für Kunst und Kreativität, befindet und Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts beherbergt, steht die Skulptur Figur B-1 des in Bochum geborenen Künstlers Friedrich Gräsel. Der Titel verweist auf eine gleichnamige Gruppe von Künstlern, die in den 1960er Jahren gegründet wurde und der Gräsel angehörte. Die Künstler lebten und arbeiteten entlang der Bundesstraße 1 (heutige A 40), die die Hauptverkehrsader des Ruhrgebiets ist. Gemeinsam war ihnen das Prinzip der abstrakten Gestaltungsweise und sie waren u.a. Vertreter des Konstruktivismus und der kinetischen Kunst. Das Ziel der Gruppe war die Veränderung und Verbesserung der B1 und ihrer Umgebung, indem sie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zustände in ihren Werken zum Ausdruck brachten (Vgl. Zänker: 1990. S. 257).

Ausgangsmaterial waren vorgefertigte Produkte und Werkstoffe aus der Industrie, wie sie auch Gräsel in seiner Skulptur Figur B1 verwendete. Eternitrohre waren sein gebräuchlichstes Material, welche er gerne bemalte. Die Figur besteht aus schwarz gestrichenen Eternitrohren, von denen vier aus dem Boden heraustreten. Zwei Rohre strecken sich auf der Rückseite senkrecht empor. Auf den beiden kurzen Rohren der Frontseite sitzt ein großes Oval aus einem gebogenen Rohr. Aus dem Inneren dieser Form greifen gebogene Röhrenstücke heraus und scheinen das Oval wie Finger zu umfassen. Im Gegensatz zu den bündig geschlossenen Rohren sind die wulstförmigen Enden dieser Röhren mit Kappen verschlossen. Durch die Anordnung der Rohre wird die Skulptur dynamisiert. (Vgl. Zänker: 1990. S. 257).

Friedrich Gräsel hat bereits früh die Bedeutung industriell vorgefertigter Formen für die moderne Kunst erkannt und Produkte der Industriekultur seit Mitte der 1960er Jahren für seine Arbeiten als Material verwendet und diese entfremdet (Vgl. Smerling: 2012. S. 58). Teilweise sind seine Arbeiten in Kooperation mit Ingenieuren und Technikern des Ruhrgebiets entstanden. Seine Kunstwerke werden zu einem Teil des städtischen Alltags und des sozialen Lebens. Sie fügen sich in die Umgebung ein und interagieren mit ihr wie auch die späteren Skulptur Röhrenlandschaft von 1969, die im Dortmunder Westfalenpark steht.

Zahlreiche weitere Skulpturen befinden sich im öffentlichen Raum in ganz Deutschland. Gräsel selbst zählt dabei die dreiteilige Röhrenlandschaft Hockgrabental an der Universität Konstanz zu seinen bedeutendsten Arbeiten.

Autorin: Vanessa Rabe

STANDORT

Museum am Ostwall
Höhe Arndstraße
44135 Dortmund

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: Andreas Ren

BESITZ

Im Besitz der Stadt Dortmund.

LITERATUR

Gräsel, Friedrich: Friedrich Gräsel: Plastiken und Zeichnungen 1978 – 1992. Ostfildern-Ruit 1998.
Smerling, Walter:  [Hrsg.]: Public Art Ruhr. Die Metropole Ruhr und die Kunst im öffentlichen Raum. Köln 2012.
Zänker, Jürgen[Hrsg.]: Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme. Dortmund 1990.
URL: http://www.bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W299G9QT441BOCMDE (Stand: 08.11.2014)