gefördert durch RAG Stiftung
Städtefilter:
  • Alle Städte
  • Alpen
  • Außerhalb vom Ruhrgebiet
  • Bergkamen
  • Bochum
  • Bottrop
  • Bönen
  • Castrop-Rauxel
  • Dinslaken
  • Dorsten
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Essen
  • Fröndenberg
  • Gelsenkirchen
  • Gevelsberg
  • Gladbeck
  • Hagen
  • Hamm
  • Hamminkeln
  • Hattingen
  • Herdecke
  • Herne
  • Herten
  • Holzwickede
  • Hünxe
  • Kamen
  • Lünen
  • Marl
  • Moers
  • Mülheim an der Ruhr
  • Neukirchen-Vluyn
  • Oberhausen
  • Recklinghausen
  • Ruhrgebiet
  • Schwelm
  • Schwerte
  • Selm
  • Unna
  • Waltrop
  • Werne
  • Wesel
  • Witten
  • Xanten
Filter schließen
Lichtkunst

Licht-Tor

Herne

Künstler >

Günter Dohr

Entstehungsjahr >

2001

Material >

Stahl, Mattglas, Neonröhren

Maße >

Höhe: 700 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Günter Dohr (1936-2015): Licht-Tor, 2001, H 700 cm, Stahl, Mattglas, Neonröhren, Kreuzung Bahnhofstraße, Neustraße, Herne.

Im Rahmen der Herner Innenstadtsanierung in den Jahren 1999 bis 2003 entstanden eine Reihe von Lichtkunstobjekten zwischen Archäologischem Landesmuseum und Bahnhofsplatz. Das Konzept der neuen Innenstadt basierte auf der Idee, die alte Fußgängerzone neu zu beleben und in einen leuchtenden Boulevard zu verwandeln. Zu den Lichtobjekten zählt auch eine Arbeit des 1936 in Münster geborenen Künstlers Günter Dohr. In der Mitte des neuen Boulevards installierte er ein sieben Meter hohes Licht-Tor, das sich aus vier unterschiedlich großen gerahmten Lichttafeln aus Mattglas zusammensetzt. Diese werden von stählernen Vierkantstützen fahnenähnlich getragen und definieren mit ihrem unterschiedlich farbigen Neonlicht den Kreuzungsraum zwischen Bahnhofstraße und Neustraße. Dabei verweisen die Tafeln auf die unterschiedlichen Wege und Laufmöglichkeiten und dienen somit gleichzeitig als Orientierung für ankommende Passanten.

Das Medium Licht spielt in dem Œuvre des Künstlers eine zentrale Rolle. Bereits in den 1960er Jahren, zu Beginn seines künstlerischen Werdegangs, arbeitet Dohr mit dem Material Licht und entwickelt seine ersten Leuchtobjekte. „Der Auseinandersetzung mit Licht und Raum, Masse, der Bewegung des Objekts und des betrachtenden Subjekts gilt sein Interesse.“ 
Seine Entwicklung führte ihn dann aber zur Malerei, in die er seine Erfahrung mit Licht jedoch einarbeitete. So entstanden Farbräume, die hauptsächlich mit weißem Licht und all seinen polychromen Erscheinungsformen erzeugt wurden. Erst in den 1990er Jahren kehrte Dohr zurück zu seinen Wurzeln und arbeitete erneut mit Leuchtobjekten, in denen er nun ein malerisch gedachtes Verhältnis von Licht und Raum, Farbe und Wahrnehmung thematisierte. 
Ein solches Verhältnis liegt auch bei dem 2001 in Herne installiertem Licht-Tor zugrunde. Durch die unterschiedlichen Farbtafeln taucht das Objekt den nächtlichen Boulevard in ein an Aquarellfarben erinnerndes Licht und erzeugt neue Farbräume, die die Gattungen von Malerei und Lichtkunst im öffentlichen Raum verschmelzen lassen.

Autorin: Linda Klunk

STANDORT

Kreuzung Bahnhofstraße/ Neustraße
45527 Herne

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, BONN 2014, Fotograf: Andreas Ren

BESITZ

Im Besitz der Stadt Herne.