gefördert durch RAG Stiftung
Städtefilter:
  • Alle Städte
  • Alpen
  • Außerhalb vom Ruhrgebiet
  • Bergkamen
  • Bochum
  • Bottrop
  • Bönen
  • Castrop-Rauxel
  • Dinslaken
  • Dorsten
  • Dortmund
  • Duisburg
  • Essen
  • Fröndenberg
  • Gelsenkirchen
  • Gevelsberg
  • Gladbeck
  • Hagen
  • Hamm
  • Hamminkeln
  • Hattingen
  • Herdecke
  • Herne
  • Herten
  • Holzwickede
  • Hünxe
  • Kamen
  • Lünen
  • Marl
  • Moers
  • Mülheim an der Ruhr
  • Neukirchen-Vluyn
  • Oberhausen
  • Recklinghausen
  • Ruhrgebiet
  • Schwelm
  • Schwerte
  • Selm
  • Unna
  • Waltrop
  • Werne
  • Wesel
  • Witten
  • Xanten
Filter schließen
Kunst am Bau

PIN_BALL

Unna

Entstehungsjahr >

2004/2009

Material >

50 Metallfluchtstäbe, verzinkter Stahl

Maße >

⌀ 400 cm

PROJEKTBESCHREIBUNG

Thomas Klegins „PIN_BALL“ besteht aus einer verzinkten Stahlkugel, über deren Oberfläche in radialer Verteilung Fassungen für insgesamt fünfzig Metallfluchtstäbe angebracht sind. Fluchtstäbe sind ein Mittel der Vermessung und Geodäsie und dienen zum Signalisieren der einzumessenden Punkte, Grenzpunkte oder Strecken.  Die Fluchtstäbe sind wie üblich mit roten und weißen Farbfeldern versehen, welche ohne erkennbare Folge mal mit der roten, mal mit der weißen Seite in den Halterungen montiert sind. An den äußeren Stabenden, bei Fluchtstäben gewöhnlich angespitzt, sind kleine Kugeln in rot angebracht. Insgesamt erreicht die Konstruktion einen Durchmesser von vier Metern.

„PIN_BALL“ entstand ursprünglich 2004 für das Kunstprojekt „Privatgrün“, für welches Künstlerinnen und Künstler in Anwohnergärten im Kölner Stadtteil Sürth Kunstwerke aufstellten. Ziel der Interventionen war es, Natur und Kunst miteinander zu verbinden und die zeitgenössische Kunst in einen privaten Kontext zurückzuführen.[1]

Thomas Klegin platzierte seine Arbeit an dem Umgrenzungszaun eines Privatgrundstücks mit Blick auf zu diesem Zeitpunkt noch nicht bearbeitetes Bauland. So thematisierte das Werk mit seinen ausladend auseinander strebenden Stäben gleichermaßen die räumliche Ausbreitung als auch die Verengung von Raum, die durch das Vermessen und Abstecken, also der Parzellierung von Grundstücken geschieht.

Nachdem die Originalfassung 2009 bei einem Brand des Künstlerateliers zerstört wurde,[2]
kaufte die Sparkasse UnnaKamen eine zweite Fassung an und installierte sie auf dem Parkhausdach der Filiale. Das Dach ist begrünt und von einem Zaun umgeben, so dass die Aufstellung des Werks der Situation aus dem Jahr 2004 ähnelt.

Thomas Klegin: PIN_BALL, 2004/2009, 50 Metallfluchtstäbe, verzinkter Stahl, ⌀ 400 cm, Parkhausdach der Sparkasse UnnaKamen, Bahnhofstraße 37

Autor: Tibor Krauß


[1]   Doll, Nikola; Heufelder, Jochen (Hgg.): Privatgrün 2004. Kunst im privaten Raum. 55 Interventionen, Köln 2004, S. 7.

STANDORT

Parkhausdach der Sparkasse UnnaKamen
Bahnhofstraße 37
59423 Unna

BILDNACHWEIS

© VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Fotograf: Andreas Ren

BESITZ

Sparkasse UnnaKamen

LITERATUR

Doll, Nikola; Heufelder, Jochen (Hgg.): Privatgrün 2004. Kunst im privaten Raum. 55 Interventionen, Köln 2004.