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Grafik Malerei

Heinz Trökes (*1913 - ✝1997)

Geburtsort >

Duisburg / NRW

Heinz Trökes

KURZ-BIOGRAPHIE

1933 Abitur

1934 Dreimonatige Reise mit dem Fahrrad durch Italien. Besuch der Kunststätten in Florenz, Rom, Neapel, Palermo und Venedig.

1936-39 Als Maler in Augsburg. Lebensunterhalt durch Textilentwürfe bei J.P. Bemberg.

1937 in Paris Begegnung mit Wassily Kandinsky.

1939 Übersiedlung nach Zürich, um von dort nach Holländisch-Indien (Indonesien) auszuwandern, was durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unmöglich wird. Rückkehr nach Deutschland.

1940 Als einfacher Soldat bei der Flugabwehr in Berlin. August 1944 desertiert und lebte illegal in Berlin.

1945-1946 Mitbegründer der Berliner Galerie Gerd Rosen. Bis 1946 deren künstlerischer Leiter.

1947 Ruf an die Staatliche Hochschule für Baukunst und bildende Künste in Weimar (gemeinsam mit Mac Zimmermann). Nach einem Semester Beendigung der Lehrtätigkeit.

1948 Mitglied der Neuen Gruppe, München und der Gruppe Zone 5, Berlin.

1949 Heirat mit Renata Severin. Gründungsmitglied der Berliner Neuen Gruppe.

1950-51 Aufenthalt in Paris. Freundschaft mit Wols und Paul Celan. Anschluss an die Rixes-Gruppe mit Matta, Serpan, Riopelle, Zañartu u.a.. Teilnahme an dem wöchentlichen Jour Fixe um André Breton (Perét, Duchamp, Toyen, Ernst, Tamayo, Hérold).

1952 Anfang des Jahres Auswanderung nach Ibiza/Spanien.

1956-1958 Leiter der Abteilung für Freie Graphik der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Hamburg.

1959-1960 Ein Jahr auf der Insel Aegina in Griechenland.

1961 Mitglied der Akademie der Künste, Berlin.

1962-1965 Lehrtätigkeit an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste, Stuttgart.

1965 Ruf an die Hochschule für bildende Künste, Berlin (heute UDK). Professur/Leiter der Klasse für Freie Malerei. Seit dem wieder in Berlin lebend und auch auf Ibiza.

1966 Experimente mit Georg Muche an einem Helioclichographen in Kassel, um elektrisch gesteuerte Drucke herzustellen.

1968 LSD-Malversuche mit Dr. Hartmann, München. Einzelausstellung im Landesmuseum Oldenburg.

1977 Vorträge im Tel-Aviv-Museum und im Israel-Museum in Jerusalem über 'Kunst in Deutschland unter Hitler und danach'. Reise in den Süd-Jemen und zu den Lehmhochhäusern im Wadi Hadramaut.

1978 Beendigung der Lehrtätigkeit an der Hochschule der Künste Berlin.

1997 stirbt Heinz Trökes in Berlin.

STUDIUM

1932-1933 Besuch der Kunstgewerbeschule in Krefeld, Schüler von Johannes Itten.

1940 Studium bei Georg Muche (Meisterklasse) in Krefeld.

1940 Freizeit Besuch der Kunstschule von Max Dungert, Berlin.

MEILENSTEINE

1993 Heinz Trökes wird die Mercatorplakette für besondere Verdienste um die Stadt Duisburg verliehen.

1968 Ehrenmitglied der Accademia Internazionale 'Tommaso Campanella di Lettere-Arti-Scienze', Rom.

1964 Karl-Ströher-Preis der 1. Internationale der Zeichnung, Darmstadt.

1955 Kritikerpreis für Bildende Kunst.

1952 Preisträger beim Hallmark-Wettbewerb, New York.

1950-51 Preisträger beim Blevin-Davis-Wettbewerb, München.

Seit 1961 Mitglied in der Akademie der Künste

AUSSTELLUNGEN

1964 documenta III, Kassel.

1959 documenta II, Kunst nach 1945, Kassel.

1955 Einzelausstellungen im Städtischen Kunstmuseum, Duisburg und in der Galerie Buchholz, Madrid.

1955 documenta I. Kunst des XX., Jahrhunderts, Museum Fridericianum, Kassel.

1954 Ausstellungsbeteiligung: 'duitse kunst na 1945', Amsterdam, Stedelijk-Museum.

1953 Einzelausstellungen im Museum von der Heydt, Wuppertal, und im Städtischen Museum, Braunschweig. Beteiligung an der Biennale in São Paulo.

1949 Einzelausstellung im Kaiser-Wilhelm-Museum, Krefeld.

1947 'L`Art Allemand Moderne - Deutsche Kunst der Gegenwart', Baden-Baden.

1938 Erste Einzelausstellung in der Berliner Galerie Nierendorf, die auf Veranlassung der Nazis geschlossen wird. Danach Ausschluss aus der Reichskulturkammer mit Ausstellungs- und Arbeitsverbot bis 1945. Reisen nach Wien, Budapest, Jugoslawien und Italien.

BILDNACHWEIS

© VG BILD-KUNST, Bonn 2014

Fotos:
Porträt: Felizitas Oelze von Lobenthal

LITERATUR

Trökes, Heinz: Künstler-Monographie Heinz Trökes. Weltkunst & Bruckmann (Ed. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst) München, 1993.

Trökes. Bilder, Zeichnungen, Collagen und Skizzenbücher 1938-1979, Ausst.-Kat. Akademie der Künste Berlin; Wilhelm-Lehmbruck-Museum Duisburg, Berlin 1979 (mit Beiträgen von Janos Frecot, Julian Heynen, Jörn Merkert, Eberhard Roters, Siegfried Salzmann, Heinz Trökes).

Trökes, Heinz: Erklärung von Bildern; aus RIXES Nr. 2; in: Cobra International - Momente einer Utopie. Ausst.-Kat. Museum für Aktuelle Kunst, Hurrle; Durbach. S. 75-77. Mit Farbabb. Verlag das Wunderhorn, Heidelberg, 2012.

Almanach 1947. Dem Freundeskreis der Galerie Gerd Rosen, Berlin 1947.

Freisel, Johannes: Das Porträt: Heinz Trökes. Manuskript des Hörspiels der Deutschen Welle. Abschrift des Einspielbandes 01269/003, 1970, S. 1-8.

Gillen, Eckhart; Schmidt, Diether: Zone 5. Kunst in der Viersektorenstadt 1945-1951, Berlinische Galerie / Museumspädagogischer Dienst Berlin, 1989.

Nauhaus, Julia, M. [Hrsg.]: Möglichkeiten auf Blau, Heinz Trökes zum 100. Geburtstag - Aquarelle 1951-1992; Altenburg, Lindenau-Museum, 2013.

Roh, Juliane: Meister der Graphik. Heinz Trökes. In: Die Kunst und das schöne Heim, H. 81, 1969, S. 29-36.

Romain, Lothar: Heinz Trökes. Die Lichtaugen zwischen Schlaf und Traum. In: Künstler. Kritisches Lexikon der Gegenwart, H. 23, München 1993.

Siebenbrodt, Michael; Trökes, Manuel [Hrsg.]: Heinz Trökes, die frühen Jahre. Katalog zur Ausstellung im Haus am Horn, Weimar 2013.

Schmidt, Philip Peter: Ist Kunst Erfindung? Ateliergespräche mit 11 unterschiedlichen Künstlern wie Max Kaus, Henry Moore, Volkmar Haase, Bernhard Heiliger, Heinz Trökes u.a. vacat Potsdam 2011.

Schultze, Sabine: Begegnung mit Heinz Trökes. In: Der Kunsthandel, 12. Jg., 1967, Bd. 59, S. 16/17.